21. August 2016 – Wasserbüffel

In den letzten Monaten wurden wir als Schutzgebietsbetreuer des Naturschutzgebietes öfter gefragt, ob denn die Wasserbüffel nicht mehr da wären.

Hier die Antwort auf die Fragen:
Die Tiere sind 365 Tage im Jahr am Frießnitzer See im Dienste des Naturschutzes im Einsatz.
Wasserbüffel haben mit Kälte weniger Probleme als mit Hitze.
Um sich vor sommerlicher Wärme zu schützen, machen sie es wie viele Menschen, sie gehen Baden.
Da zu dieser Jahreszeit aber die Vegetation in den Feuchtwiesen sehr hoch ist, sind die badenden Tiere komplett aus der Landschaft verschwunden.

Fotos: Wasserbüffel (Bubalus arnee) © Foto: Leo/fokus-natur.de

11. August 2016 – Eröffnung der vierten Natura-2000-Stationen in Thüringen

Am 11.08.2016 wurde in Grünberg (Altenburger Land) die vierte von insgesamt elf Natura-2000-Stationen eröffnet.
Eingeweiht wurde die Natura 2000-Station „Osterland“ von der Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Bündnis 90/Die Grünen).
Neben Umweltministerin Anja Siegesmund (Bündnis 90/Die Grünen) hielten Frau Rath (Vorsitzende des Landschaftspflegeverbandes Altenburger Land) und Landrätin Michaele Sojka (Altenburger Land / Linke), Frau Seiler (Amtsleiterin Umwelt im Landratsamt Altenburger Land) die Eröffnungsreden.
Im Anschluss an die Eröffnungsreden pflanzten Frau Siegesmund und Frau Soika einen Kirschbaum auf dem Gelände des Landschaftspflegeverbandes.
Als Abschluss der Eröffnungsveranstaltung gab es einen Besuch ehemaliger Wismutflächen bei Löbichau. Hier erläuterte Torsten Pröhl vom NABU Altenburg die Pflege der Flächen durch Beweidung.

Träger der Natura 2000-Station „Osterland“ ist der Landschaftspflegeverband Altenburger Land.
Der in Grünberg ansässige Landschaftspflegeverband betreuen nun 26 Natura 2000-Gebiete und verschiedene FFH-Objekte in den Landkreisen Altenburger Land und Greiz, in einem kleinen Stück Saale-Holzland-Kreis sowie in der Stadt Gera.
Der Landschaftspflegeverband übernimmt die Aufgabe des Vermittler zwischen Landwirtschaft und Naturschutz sowie als Berater für alle, die mit der Natur zu tun haben, zum Beispiel „Landwirte, Naturschützer, Kommunen, Pächter“. Eine weitere Aufgabe der Stations-Mitarbeiter ist es, den Zustand der im Umkreis ausgewiesenen Gebiete auf Entsprechung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) der Europäischen Union (EU) zu überprüfen.
Natura 2000 steht laut Konzept zum einen für Pflege und den Schutz von Arten und Lebensräumen, von FFH- und Vogelschutzgebieten. Zum anderen aber auch für Fördermittelakquise sowie Management und Planung für den Umweltschutz.

Fotos: André Oehler, NABU Gera-Greiz e. V.

Rede der Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund.

Rede von Frau Rath Vorsitzende des Landschaftspflegeverbandes Altenburger Land.

Frau Siegesmund und Frau Soika pflanzten einen Kirschbaum.

Mitarbeiter des Landschaftspflegeverbandes Altenburger Land.

Torsten Pröhl vom NABU Altenburg erläuterte auf ehemaliger Wismutflächen bei Löbichau die Pflege durch Beweidung..

Beweidung von ehemaliger Wismutflächen bei Löbichau.

8. August 2016 – Rette den Edelkrebs

Fotos: Edelkrebs (Astacus astacus) © Foto: Leo/fokus-natur.de

Da die in Thüringen heimischen Krebsarten Steinkrebs (Austropotamobius torrentium) und Edelkrebs (Astacus astacus) in ihrem Lebensraum stark gefährdet sind hat der NABU Gera-Greiz e.V. die Initiative „Rette den Edelkrebs“ gestartet um die letzten Artvorkommen des Edelkrebs (Astacus astacus) in unserer Region zu retten.

Für die Umsetzung des Projektes sucht der NABU Gera-Greiz e.V. weitere Teichbesitzer die sich an der Erhaltung unsere Edelkrebse im Landkreis Greiz beteiligen möchten.

Weitere Informationen und Ansprechpartner findet Ihr auf dieser Internetseite: Rette den Edelkrebs

Der Flyer zum Projekt: Mach mit! Rette den Edelkrebs!

Für das Original gibt es keinen Ersatz!

Es ist 5 vor 12!

Krebse sind aufgrund ihrer Erscheinung eine interessante Tiergruppe, über die aber oft nur wenig Wissen vorhanden ist.
In Thüringen kamen ursprünglich 2 Arten vor: Neben dem Steinkrebs (Austropotamobius torrentium), welcher in kleinen Bächen in Südwestthüringen angesiedelt ist, hatte der Edelkrebs (Astacus astacus) ehemals eine weite Verbreitung in allen Fließgewässern und war später auch in vielen Teichen recht häufig.
Durch menschliche Unvernunft steht er heute am Rande des Aussterbens. Die Ursache dafür ist in erster Linie das Einschleppen und Aussetzen verschiedener amerikanischer Flusskrebse, allen voran der Kamberkrebs oder Amerikanischer Flusskrebs (Orconectes limosus). Diese Krebse übertragen einen für den Edelkrebs tödlichen Algenpilz – die Krebspest –, der in kürzester Zeit den Edelkrebsbestand in einem Gewässer vernichtet. Selbst wenn der Erreger nicht vorhanden ist, verdrängen die Fremdlinge durch eine schnellere Entwicklung und ihre geringeren Ansprüche die heimischen Krebse.
Ein Ende ist nicht in Sicht, da auch immer neue Krebsarten im Handel angeboten und in die Natur verschleppt werden.

Höchste Zeit zu handeln!

Die Region um Zeulenroda-Triebes ist Zuflucht der letzten größeren Vorkommen in Thüringen!
Der NABU Kreisverband Gera-Greiz e.V. hat einen größeren Bestand an Edelkrebsen erworben und den dazu gehörenden Teich gepachtet.
Ziel ist es, in diesem abgeschirmten Teich den Bestand an Edelkrebsen weiter aufzubauen und schrittweise Jungtiere zu entnehmen, die in möglichst viele sichere Gewässer ausgesetzt werden sollen.
Hier kann jeder Teich- und Bachbewirtschafter aktiv mithelfen, wobei größte Sorgfalt und bestimmte Voraussetzungen notwendig sind. Wer also Interesse an Edelkrebsen und diesem Projekt hat, kann sich an die Ansprechpartner des Projektes wenden.

1. August 2016 – 600 Jahre Struth – ein guter Grund zu feiern!

Wappen von Struth
© Fotos: Lutz Wolfram/Nabu Gera-Greiz e.V.

Das Dorf Struth lädt alle aus Nah und Fern ganz herzlich ein
am Samstag, dem 27. August 2016,
von 11.00 – 24.00 Uhr
mit zu feiern.
Auf dem Festplatz findet buntes Treiben für Alt und Jung statt. So z.B. eine Falknershow, Ponyreiten, Bogenschießen, Kinderschminken und anderes. Unsere Freunde vom Verein der Lützower schlagen ihr Biwak auf. Im Ort laden einige offene Höfe ein, z.B. die Sägemühle Preller mit Schausägen und die Schafskäserei Oberländer mit Schaukäse und Verköstigung. Weitere Höfe laden zum Verweilen mit Hofmusik und Versorgung ein.

Kommentare:

  • Meifri –

Besuch im Naturschutzgebiet Frießnitzer See

6. Juni 2016 – 19. Naturschutztag der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Greiz

Beim 19.Naturschutztag der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Greiz besuchten die Teilnehmer, bestehend aus Natur- und Landschaftsführern, Behörden- und Verwaltungsmitgliedern, so wie Mitgliedern der Naturschutzverbände NABU und BUND, neben weiteren im Landkreis vorhandenen Naturerlebnisorten auch das Naturschutzgebiet Frießnitzer See/Struth. Bei der Führung wurden die Anwesenden durch Herrn Kummer über die Renaturierungsarbeiten in den Jahren 2012 bis 2014, das aktuell laufende Beweidungsprojekt, die bereits eingetretenen die Erfolge, aber auch über die großen Besucherzahlen informiert. Besonders der Aussichtsturm am See hat sich inzwischen zu einem Besuchermagneten entwickelt. An Wochenenden besuchen auch schon manchmal 70 und Mehr Gäste den See. Auch von Schulen wird das Gebiet für Klassen- und Unterrichtsausflüge genutzt.

Artikel in der OTZ-Gera vom 7. Juni 2016: Naturerlebnisse locken in den Landkreis Greiz (OTZ-Gera)

Besuch im Naturschutzgebiet Frießnitzer See

25. Mai 2016 – Tourismustag der Partei „Die Linke“

Im Rahmen des Tourismustages der Partei „Die Linke“ besuchten die Landtagsabgeordneten Diana Skibbe und Kurt Korschewsky (Sport und Tourismus, politischer Sprecher der Linkspartei), mit weiteren regionalen Mitgliedern der Partei das Naturschutzgebiet Frießnitzer See/Struth. Bei einer Diskussion zu Beginn der Veranstaltung wurden durch Herrn Wolfram, einer der Betreuer des Gebietes, darauf hingewiesen, dass in unmittelbarer Nähe des Gebietes eine Vorrangfläche für Windenergie mit der Bezeichnung W-9-Großebersdorf aktuell geplant wird. Ein weiterer Punkt welcher durch Herrn Wolfram angesprochen wurde, waren die in der Verordnung zum Naturschutzgebiet Frießnitzer See festgelegten Ausnahmen, §4, Absatz 1, wodurch es Landwirtschaftlichen Betrieben erlaubt ist, „zu düngen und Biozide anzuwenden“. In der Diskussion, welche hierzu geführt wurde, betonte Herr Kulhanek, ehemaliger Mitarbeiter der Agrargenossenschaft Niederpöllnitz, im Ruhestand, das die Agrargenossenschaft Niederpöllnitz als einer der Bewirtschafter der Flächen hierbei immer Verantwortungsbewusst handelt. Im Anschluss der Diskussion, wurden die Teilnehmer bei der Führung durch Herrn Kummer, dem zweiten Betreuer des Gebietes, über geschichtliches, die Renaturierungsarbeiten in den Jahren 2012 bis 2014, das aktuell laufende Beweidungsprojekt und die bereits eingetretenen die Erfolge informiert. Ergänzt wurden die Ausführungen durch Herr Kulhanek im Bezug auf geschichtliches und Herrn Wolfram durch Ausführungen zum ornithologischen Gutachten 2015.

© Fotos: Lutz Wolfram/Nabu Gera-Greiz e.V.