5. Juni 2017 – Erfolgreiche Beringung von Jungdohlen 2017

Am 21. Mai 2017 kontrollierten die NABU-Mitglieder Ingo Eckardt und Klaus Klehm, unterstützt durch die Wasserbüffelbetreuer Familie Strache, die am Offenstall der Wasserbüffel befestigten Turmfalken- und Dohlenkästen.

Bei der Durchsicht der Kästen wurden zwei Turmfalkenbruten mit einmal 6 und einmal 4 Eiern festgestellt.

Die Dohlen in den Dohlenkästen waren bereits geschlüpft, von fünf Dohlenbruten zweimal 3 und dreimal 2 Jungdohlen. Die Jungvögel erhielten Ringe der Vogelwarte Hiddensee.

1 Brut: 3 Jungdohlen Ringe: IA177369, IA177370, IA177371
2 Brut: 3 Jungdohlen Ringe: IA177372, IA177373, IA177374
3 Brut: 2 Jungdohlen Ringe: IA177375, IA177376
4 Brut: 2 Jungdohlen Ringe: IA177377, IA177378
5 Brut: 2 Jungdohlen Ringe: IA177379, IA177380

© Foto: Ingo Eckardt/NABU Gera-Greiz e.V.

03. Mai 2017Ornithologische Wanderung am Frießnitzer See

Der NABU- Kreisverband Gera-Greiz e. V. lud am Samstag dem 29.April 2017 zur ornithologischen Führung rund um den Frießnitzer See ein. Zahlreiche interessierte Gäste aus nah und fern folgten dieser Einladung – bis zum Kyffhäuserkreis. Unter fachmännischer Führung von Frau Kinast und Herrn Eckardt konnte so manche Rarität in Flora und Fauna beobachtet werden, wie z. B. Kuckuck (Cuculus canorus), Rohrammer (Emberiza schoeniclus), Rohrweihe (Circus aeruginosus) und Bekassine (Gallinago gallinago). Besondere Aufmerksamkeit erregten wie immer die beliebten Wasserbüffel, welche friedlich im Familienverband in unmittelbarer Nähe grasten.
Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, bei der auch naturfachliches Wissen untereinander rege ausgetauscht wurde.
Eine Wiederholung der Veranstaltung wäre wünschenswert.

Fotos: Mario Scholz und Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e. V.

18. April 2017 – Tote Amphibien am Frießnitzer See

Am 27. März 2017 wurden die Betreuer des Naturschutzgebietes durch einen Naturfotografen über tote Amphibien im Bereich des Frießnitzer See´s informiert. Da die Überreste der Tiere blau gefärbt waren, vermutete der Finder, dass es sich um die Reste von Moorfröschen (Rana arvalis) handelt.

Bei Überprüfung des Hinweises wurden die Überreste auch gefunden und einige zur Überprüfung auf Art und Todesursache sichergestellt.

Das Ergebnis der Untersuchung ergab eindeutig das es sich bei den Resten um Erdkröten (Bufo bufo) handelte. Als Prädator konnte der Waschbär (Procyon lotor) anhand der Verletzungen und dem Zustand der Überreste festgestellt werden.

Fotos: Erdkröten (Bufo bufo) Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e. V.

4. April 2017 – NABU-Präsident Olaf Tschimpke besucht den Frießnitzer See

Der Frießnitzer See im Landkreis Greiz ist besonders für seine artenreiche Vogelwelt bekannt. Seit 2011 bewahrt die NABU-Stiftung im Landkreis Greiz den acht Hektar großen Frießnitzer See und seine Umgebung, insgesamt 22,2 Hektar, für die Natur. „Hier hat sich ein wunderbares Vogelparadies entwickelt, das seines Gleichen sucht“, sagt NABU-Präsident Olaf Tschimpke am vergangenen Freitag während seiner Frühjahrsreise, die ihn unter anderem an den Frießnitzer See führte.

Einer der Gründe für den Präsidentenbesuch war die Würdigung von Ingo Eckardt, einem Vorstandsmitglied des NABU Gera-Greiz und Gruppenleiter der Naturschutzjugend Thüringen. Ingo Eckardt wurde 2016 von
der Initiative „HelferHerzen – Der dm-Preis für Engagement“ als Preisträger für sein Engagement im Bereich Umweltbildung und Artenschutz in Thüringen ausgezeichnet. „Wir haben in die Entwicklung des Frießnitzer Sees eine Menge Herzblut hineingesteckt. Von unserem Beobachtungsturm aus kann man das ganze Jahr über gut die Vogelwelt beobachten“, schwärmt Ingo Eckardt.
In dem Gebiet brüten unter anderem Bekassine, Kiebitz, Blau- und Schwarzkehlchen, Teich-, Drossel- und Sumpfrohrsänger, Rohrammer, Rohrweihe, Hauben- und Zwergtaucher, Stock-, Reiher- und Tafelenten. Um die Artenvielfalt am Frießnitzer See zu erhalten, ließ die NABU-Stiftung den See im Rahmen eines Revitalisierungsprojektes aufwendig sanieren. Wasserbüffel beweiden dort die Verlandungszonen und es ist ein großes Wasser- und Feuchtwiesenbrüterbiotop entstanden. „Ohne unsere vielen ehrenamtlichen Helfer könnten wir solche Projekte nicht stemmen. Ingo Eckardt ist ein gutes Beispiel für unermüdliches freiwilliges bürgerschaftliches Engagement“, erklärt der NABU-Präsident.

Der NABU Gera-Greiz nutzte den Besuch von Olaf Tschimpke um eine 3 Meter lange und 1,5 Meter hohe Tafel am Büffelstall mit dem NABU-Logo einzuweihen. Die Tafel soll in Zukunft weithin sichtbar auf das NABU-Projekt am Frießnitzer See aufmerksam machen.

Hintergrund:
Für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Naturschutzjugend und im NABU wurde Ingo Eckardt aus Zeulenroda-Triebes als nationaler Preisträger für Thüringen der Sozialinitiative „HelferHerzen“ ausgezeichnet. Ihm ist es zum Beispiel zu verdanken, dass es seit über 20 Jahren die erfolgreichen Ornicamps für Kinder, Jugendliche und Familien, der Naturschutzjugend (NAJU) Thüringen gibt. Weiterhin beteiligt sich Ingo Eckardt am Aufbau des NaturErlebnisHauses im Leutratal, führt Artenschutzmaßnahmen im Landkreis Greiz vor allem auch am Frießnitzer See durch und ist als Beringer aktiv.

Textquelle

Jürgen Ehrhardt
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
NABU Thüringen e.V.
E-Mail: Juergen.Ehrhardt@NABU-Thueringen.de
Internetseite: thueringen.nabu.de

Fotos: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e. V.

4. März 2017 – NABU zeigt Flagge am Frießnitzer See

Mit gefälligem Interesse betrachten die Wasserbüffel ihr neues Türschild. Auch die den Offenstall ebenfalls bewohnenden Dohlen dürften mit der Anbringung des offiziellen NABU-Logos einverstanden sein. Weitere Untermieter sind herzlich willkommen, besonders erfreulich wäre der Zuzug des Wappenvogels auf der nebenan noch unbewohnten Nisthilfe.

Fotos: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e. V.

22. Februar 2017 – Alle helfen mit – 1. Arbeitseinsatz des NABU Gera-Greiz 2017

Die Tage werden länger, die Sonne schleckt mit ihren wärmenden Strahlen die letzten Schneereste weg und die Natur erwacht zu neuem Leben. Auch die Menschen werden aktiv, besonders die Naturfreunde, die am Sonnabend, den 18. Februar 2017, dem Aufruf des NABU Gera-Greiz gefolgt sind und am Arbeitseinsatz im Naturschutzgebiet Frießnitzer See teilnahmen. Die ortsansässigen Harth-Pöllnitzer erhielten tatkräftige Unterstützung aus Gera, Zeulenroda und Greiz. Wie auf dem Foto zu erkennen ist, half besonders fleißig der Naturschutznachwuchs, beseitigte altes Laub und beräumte den Müll rund um den Aussichtsturm am Seeufer. Dafür ein respektvolles Dankeschön!

Die etwas älteren Naturfreunde verschnitten unterdessen verschiedene Gehölze und setzten einen Weidezaun um. Dies war erforderlich, weil die tierischen Naturschützer, die Wasserbüffel, auf ihrem Weg zu den „Grasmäharbeiten“ den Damm des Struthbaches zum See in Mitleidenschaft gezogen hatten. Ist diese Form der Bodenbearbeitung an anderer Stelle im Naturschutzgebiet ausdrücklich erwünscht, um die Landschaft für bodenbrütende Vögel und andere Offenland bevorzugende Tiere freizuhalten, bleibt ein Damm ein Damm und hat die wichtige Funktion, das Bett des Baches zu begrenzen und den unkontrollierten Abfluss des Bachwassers in den See zu verhindern. Und da mit den Büffeln naturgemäß kein Arbeitsgespräch zu führen ist, wurde ihnen mit dem Umsetzen des Zaunes der Weg zum Damm kurzerhand abgeschnitten. Hier packten kräftige Männer an und die Arbeit konnte entsprechend fachmännisch zum Abschluss gebracht werden.

Ein erfolgreicher Arbeitseinsatz, der zeigt, wie vielfältig Naturschutzarbeit ist, der nachweist, wie jeder, der Freude an einer solchen Betätigung hat, sich nach seinen Möglichkeiten einbringen kann und der einmal mehr die wirksame Verknüpfung des Naturschutzgebietes Frießnitzer See mit dem NABU Gera-Greiz deutlich macht.

Wer sich die Ergebnisse der Naturschutzarbeit vor Ort und die vielfältige zu jeder Jahreszeit reizvolle Landschaft des Naturschutzgebietes Frießnitzer See selbst anschauen möchte, dem sei die nächste öffentliche Führung mit dem Schwerpunkt „Ornithologisch betonte Wanderung vom Beobachtungturm bis zum Wasserbüffelstall“ am 29. April 2017 empfohlen.

Fotos: Lutz Wolfram, NABU Gera-Greiz e. V.