16. Dezember 2018 – Naturwissenschaftliche Reihe – Heft 40

Die naturwissenschaftliche Reihe des Museums für Naturkunde Gera wurde 2017 mit dem Heft 40 um ein weiteres Heft erweitert. Das aktuelle Heft trägt den Titel Das Naturschutzgebiet „Frießnitzer See – Struth“.

Das Heft mit 147 Seiten enthält Beiträge zur Geologie, Flora und Fauna, aber auch Beiträge über die historische Entwicklung und die Renaturierung des Gebietes sind enthalten.

Herausgeber der Schriftenreihe:
Museum für Naturkunde Gera

Redaktion:
Kornelia Meyer
Unter Mitwirkung der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Greiz.

Autoren:
Kornelia Meyer, Wolfgang Klemm, Elke Gehroldt, Uwe Fischer, Christianna Serfling, Florian Serfling, Klaus Lieder, Malte Jänicke, Rainer Michelsson, André Oehler, Karli Coburger, Christoph Kummer, Andreas Martius, Herbert Nickel und Albrecht Rössler.

Fotos:
Wolfgang Klemm, untere Naturschutzbehörde des Landkreises Greiz, Brehm-Gedenkstätte Renthendorf, Elke Gehroldt, Frank Leo (focus-natur.de), Torsten Pröhl (focus-natur.de), Christianna Serfling, Rainer Rathmann, Frank Hrouda, Christoph Kummer. Hartmut Sänger, Gernot Kunz, Rene Sollmann und Rainer Michelsson.

Gefördert durch:

Freistaat Thüringen
Staatskanzlei
Abteilung Kultur und Kunst

4. November 2018 – Abfischen des Frießnitzer Sees

Es ist nun bereits 4 Jahre her, das das Revitalisierungsprojekt des Frießnitzer Sees abgeschlossen wurde. Nach dieser Zeit war es nun auch einmal erforderlich einen Blick unter die Wasserfläche des Sees zu werfen.

Nachdem im letzten Jahr das Abfischen des Sees gescheiterte war, konnte es in diesem Jahr mit Erfolg abgeschlossen werden.

Erforderlich ist das Abfischen des Sees in regelmäßigen Abständen, allerdings nicht jährlich, um den Fischbestand nicht zu groß werden zu lassen, damit negative Folgen auf die anderen Tierarten wie Jungvögel oder Amphibien reduziert werden.

Welche Auswirkungen hätte ein zu hoher Fischbestand für die Tierwelt am See?
Am Frießnitzer See leben zwar Reiher (Ardeidae), Störche (Ciconiidae) und weitere fischverzehrende Vogelarten und auch der Kormoran (Phalacrocorax carbo) kommt aus seiner Nahrungssuche zum See, aber all diese Tiere fangen nur Fiche bis zu einer bestimmten Größe. Um den Bestand an großen Fischen in Grenzen zu halten gibt es nur die Möglichkeit des Abfischens.

Das Abfischen des Sees erfolgte in der zweiten Oktober Woche und wurde durch einen Fischereibetrieb durchgeführt. Zum Abfischen wurden ein Netz und eine Seilwinde verwendet.

Aus dem See wurden diese Arten herausgeholt:

  • Etwa 600 kg Karpfen (Cyprinus carpio), fasst alle über 5 Pfund.
  • Etwa 70 kg Hechte (Esox), bis zu einer Größe von fast 1m.
  • 9 kg Schleien (Tinca tinca)
  • Barsche (Percidae)
  • Giebel Carassius gibelio)
  • Gründlinge (Gobio gobio)
  • Bitterlinge (Rhodeus amarus)
  • Moderlieschen (Leucaspius delineatus)
  • Blaubandbärblinge (Pseudorasbora parva)
  • Welse (Malapteruridae)
  • amerikanische Krebse

Dieses Projekt wurde gefördert aus Mitteln des Freistaates Thüringen (Programm zur „Förderung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege in Thüringen (NALAP)“) und des Bundes (Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“).

Hecht (Esox lucius)
© Foto: fokus-natur.de

Karausche (Carassius carassius)
© Foto: fokus-natur.de

17. September 2018 – Vogelbeobachtungen 2018

Für die Zusendung der am 17.08.2018 vom Aussichtsturm am Frießnitzer See aufgenommenen Fotos bedanken wir uns bei Herrn Hans-Jörg Fengler recht herzlich.

Fotos: © Hans-Jörg Fengler

Bekassine (Gallinago gallinago) & Großer Brachvogel (Numenius arquata)

Graureiher (Ardea cinerea) mit Hecht (Esox lucius)

Wasserralle (Rallus aquaticus)

Dunkler Wasserläufer (Tringa erythropus)

Großer Brachvogel (Numenius arquata)

8. Mai 2018 – Resümee OrniWanderung

Der NABU- Kreisverband Gera-Greiz e. V. lud am vergangenen Samstag erneut zu einer ornithologischen Führung rund um den Frießnitzer See ein. Über 60 Interessierte, auch eine Handvoll Kinder fanden sich bei bestem Wetter zur Exkursion ein – durch mehrere Beobachtungsfernrohre war die Fülle der Gäste schlussendlich kein Problem: unter fachmännischer Führung und gekonntem Blick bannten Frau Kinast, Herr Jende und Herr Eckardt u. a. Kuckuck, Rohrammer, Rohrweihe, Braunkehlchen und ein Steinschmätzer-Pärchen im Spektiv. Im Flug zu beobachten waren auch mehrere Kiebitz-Pärchen, die diesen intakten Lebensraum für sich entdeckten. Auf den zu intensiv bewirtschafteten Landwirtschaftsflächen haben diese keine Chance mehr, ihren Nachwuchs aufzuziehen. Besondere Aufmerksamkeit erregten wie immer unsere gutmütigen Lanschaftspfleger – die Wasserbüffel, die friedlich nach ihrem Morgenbad einem Tümpel entstiegen und bald im Familienverband temperamentvoll über die Wiesen sprangen.

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung: Naturbeobachtung – Informationsaustausch zur wechselvollen Geschichte dieses Biotops und zu Frage rund um den Naturschutz – Gemeinschaft – Anregungen für den eigenen Gestaltungsspielraum – an dieser Stelle dankt der NABU Gera-Greiz allen Gästen und allen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.

Text: Annett Scholz

Fotos: © Mario Scholz